Wie Proteine Frauen 50+ stärken

Auf reges Interesse stieß die Einladung des Frauenbunds Gerolzhofen zum Frauenfrühstück mit Informationen zur Bedeutung von Proteinen in der Ernährung.

Frau Diplomökotrophologin Annegret Hager vom VerbraucherService Bayern im KDFB erklärte, dass Proteine zu den Makronährstoffen gehören und unverzichtbar für das Immunsystem, die Wundheilung, die Hormonbildung und den Muskelaufbau sind. Tierisches Eiweiß, enthalten in Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern, sei für den menschlichen Körper besser verwertbar, während pflanzliches Eiweiß zwar über eine geringere Wertigkeit verfüge, aber oft wertvolle Ballaststoffe liefere. Eine Kombination aus beiden Proteinquellen, möglichst abwechslungsreich gestaltet, sei somit sinnvoll. Pflanzliches Eiweiß enthielt vor allem Soja, Nüsse, Hülsenfrüchte, Kerne, Samen und Haferflocken.

Für gesunde Frauen nach der Menopause werde eine Eiweißmenge von 1,2 Gramm pro ein Kilogramm Körpergewicht empfohlen, im Krankheitsfall auch mehr. Bei drei Mahlzeiten sollten Frauen deshalb zwischen 20 und 30 Gramm Eiweiß zu sich nehmen. Die Referentin stellt einen Speiseplan für einen Tag mit ausreichenden Eiweißmengen als Anregung für die Gestaltung der Mahlzeiten vor. Im Gegensatz zu Kohlenhydraten, die den Blutzucker schnell ansteigen lassen, beeinflussten Proteine den Blutzuckerspiegel zeitversetzt und erzeugten so ein lange andauerndes Sättigungsgefühl. Da nach der Menopause der Grundumsatz und der Energiebedarf zurückgingen und überschüssige Kalorien in Bauchfett umgewandelt werden würden, könne eine eiweißreiche Nahrung dazu beitragen, das Gewicht zu stabilisieren.

Auch auf sogenannte High-Protein-Produkte ging die Referentin ein. Hierbei handle es sich um hochverarbeitete Lebensmittel, oft kalorienreich und mit Zusatzstoffen wie künstlichen Aromen. Hager empfahl deshalb, lieber in jede Mahlzeit eiweißhaltige übliche Lebensmittel einzubauen.

Die Zuhörerinnen durften selbst zubereitete Kraftkugeln probieren und erhielten zum Abschluss Rezeptvorschläge für gesunde Mahlzeiten. Frau Lieselotte Feller bedankte sich im Namen des Frauenbunds Gerolzhofen für den aufschlussreichen Vortrag