Unter dem Motto „Selig die Menschen, die Kraft finden in dir, die Pilgerwege im Herzen haben“ aus dem Psalm 84 hatte der Frauenbund Gerolzhofen eingeladen, um den Namenstag der Apostelin Maria Magdalena an der Getraudiskapelle zu feiern.
Stefanie Lembke, die Leiterin des Gottesdienstes, lud die Teilnehmerinnen ein, nach dem Pilgern zur Gertraudiskapelle erst einmal anzukommen, den Alltag loszulassen und die spirituelle Kraft und die Ruhe dieses Ortes wahrzunehmen. Die Menschen, die Pilgerwege im Herzen tragen, werden im Psalm 84 selig genannt, alle, die sich auf den Weg zum Haus des Herrn gemacht haben. Auch Maria Magdalena hatte sich aufgemacht, ihr Haus in Magdala zu verlassen und ist ihrer inneren Sehnsucht nachgebend Jesus nachgefolgt. Sie hat mit Jesus die befreiende Botschaft des anbrechenden Gottesreiches und der damit verbundenen Geschwisterlichkeit aller Menschen im eigenen Leben erfahren dürfen und wurde die erste Zeugin seiner Auferstehung. Sie, eine Frau, wurde von Jesus ausgesandt, seinen Freunden die Botschaft zu bringen, dass er auferstanden sei und zu seinem Vater zurückkehren werde. Maria Magdalena wurde damit zu einer bedeutsamen Schlüsselfigur für die junge christliche Gemeinde und wird heute als Apostelin verehrt.
Die Fürbitten thematisierten auch die ungleichen Chancen von Frauen bei kirchlichen Aufgaben und Ämtern. Mit einem Segen für Pilgerinnen der Hoffnung, die sich nicht den Mund verbieten lassen und auf die Heilige Geistkraft vertrauen, fand der Gottesdienst seinen Abschluss.