Unterbrich mich nicht, ich bete!
Ein Frauenfrühstück, bei dem nicht nur Kaffee und Brötchen serviert wurden, sondern auch einiges zum Nachdenken, gab es am 21.10.25 im Pfarrer Hersam Haus. In einem Zwiegespräch zwischen Lieselotte Feller und Maria Götzelmann wurde das Vaterunser, das biblische Gebet der Christenheit, auf ganz andere Weise erlebbar gestaltet.
Die Beterin Maria Götzelmann wird gleich nach der Anrede „Vater unser“ unterbrochen mit einem „Ja?“, worauf sie unwillig mit der Aufforderung reagiert, sie wolle beim Beten nicht unterbrochen werden. Doch immer wieder wird sie mit der Stimme Gottes konfrontiert, die ganz konkret hinterfragt, was die einzelnen Anrufungen und Bitten tatsächlich mit dem Leben und Handeln der Beterin zu tun haben.
Mit jeder Unterbrechung wird die Beterin nachdenklicher, je konkreter die Stimme Gottes ein bestimmtes Handeln von ihr einfordert, vom Engagement für den Glauben, für die Gesellschaft und für die Hilfebedürftigen bis hin zur Versöhnung mit einem Bekannten, mit dem die Beterin schon lange massive Schwierigkeiten hat. Erstmals erlebt sie, wie viel das „Vater unser“ tatsächlich mit ihrem Leben zu tun hat. Mit passenden geistlichen Liedern, begleitet von Sabine Wolf mit der Gitarre, wurde die Meditation abgeschlossen.